Dass Arzneimittel nicht nur in Großkonzernen entwickelt und hergestellt werden, davon haben sich die Wirtschaftsjunioren beim Besuch der Rottendorf Pharma GmbH überzeugt: Unter hohen Qualitäts- und Hygienestandards fertigt das mittelständische Unternehmen in Ennigerloh Arzneimittel für den europäischen und für den US-amerikanischen Markt.
Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Dr. Stephan Fleck nahmen die Wirtschaftsjunioren daher zunächst Herstellung und Verpackung in Augenschein. Aber auch die ungewöhnliche Gesellschafterstruktur des Unternehmens wurde zum Thema. Denn seit dem Tod des Firmengründers Andreas Rottendorf ist das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der gemeinnützigen, kirchlichen Rottendorf-Stiftung.
Dass der Unternehmensname Rottendorf Pharma bei Patienten trotzdem nahezu unbekannt ist, hat einen einfachen Grund: Die Rottendorf Pharma GmbH ist ein reiner Lohnhersteller, arbeitet also ausschließlich im Auftrag anderer Firmen. Insgesamt 600 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen tätig, der Jahresumsatz liegt bei fast 80 Millionen Euro. Spezialisiert hat sich der Arzneimittelhersteller auf die Entwicklung, Fertigung und Verpackung fester Formen wie Tabletten und Kapseln. Neben den beiden Standorten am Hauptsitz in Ennigerloh verfügt Rottendorf über ein Werk im französischen Valenciennes.